 Freuen sich auf das Römerschiffspektakel: Tourismusdezernent Günter Frenz, Großkrotzenburgs Bürgermeister Friedhelm Engel und Hannelore Kreß, die Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins |
Großkrotzenburg. Das römische Flusspatrouillenboot wird eine öffentlichkeitswirksame Präsentation des UNESCO- Welterbes Mainlimes sein, wenn es von Miltenberg bis nach Großkrotzenburg fährt. Und für den Main-Kinzig-Kreis wird die Präsenz der als Römer verkleideten Studenten der Universität Regensburg mit ihrer Rekonstruktion der „Navis Lusoria“ aus dem 3. Jahrhundert nach Christus eine der großen touristischen Highlights des Jahres 2007 sein.“ Dies erklärte Günter Frenz, der Erste Kreisbeigeordnete und Tourismusdezernent des Kreises, bei einem Treffen mit Bürgermeister Friedhelm Engel und Hannelore Kreß, der Vorsitzenden des ausrichtenden Heimat- und Geschichtsverein und Mitinitiatorin dieser Fahrt auf dem nassen Teil des römischen Grenzwalls zwischen Miltenberg und Großkrotzenburg. Bei dem Treffen ging es um die Vermarktung dieser großartigen Aktion.
Der Main-Kinzig-Kreis wird mit seinem Referat für Tourismus und Marketing diese am 29. August beginnenden Aktion, die das Flusspatrouillenboot vom 6. bis 9. September auch in Großkrotzenburg in den Mainwiesen anheuern lässt, intensiv bei der Vermarktung unterstützen.
In Großkrotzenburg ist die Ankunft des Römerschiffes am Mainlimes am Donnerstag, 6. September 2007 gegen 12 Uhr geplant. Wie in den meisten anderen Orten entlang des Mains wird die Anwesenheit des Römerschiffes in Großkrotzenburg auch von einem Römerfest begleitet. Außerdem ist am zweiten September-Wochenende in Großkrotzenburg auch die traditionelle Kerb angesagt.
Während der umfangreichen festlichen Aktivitäten wird unter anderem das römische Lagerleben zu sehen sein. Auch Führungen durch das Museum und das römische Großkrotzenburg sowie ein Theater in lateinischer Sprache sind am Samstag, 8. September, vorgesehen. Natürlich können sich Besucher auch an Sonderfahrten auf dem Schiff erfreuen.
Tourismusdezernent Günter Frenz dankte Bürgermeister Friedhelm Engel, vor allem aber den Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsverein mit Hannelore Kreß an der Spitze, dass es ihnen nach knapp zwei Jahren nach der Aufnahme des Obergermanischen –Rätischen Limes in die Welterbeliste der UNESCO gelungen ist, eine solch großartige touristische Attraktion in den Main-Kinzig-Kreis zu holen.
Bürgermeister Engel wies daraufhin, dass das Kastell in Großkrotzenburg im Bereich des nassen Limes früher eine Schlüsselposition gewesen ist. Denn von dort aus wurde der Limes wieder befestigt und über Wolfgang, Rückingen, Rüdigheim und Marköbel bis in die Wetterau und den Rhein weiter geführt. Zwischen Großkrotzenburg und Miltenberg hatte das Römische Reich den Main als natürliche Grenze zum „freien germanien“ genutzt.
Tourismusdezernent Günter Frenz rief die Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises auf, sich das Spektakel in Großkrotzenburg nicht entgehen zu lassen und sich die Tage Anfang September fest im Kalender zu vermerken. Frenz: „Großkrotzenburg wird hoffentlich nicht nur eine Römerinvasion erleben, sondern sich auch am Besuch von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis erfreuen.
04.01.2007