 v.l.n.r: Irene Pfeifer (MKK), Heidi Williams (Hanau), Margit Perschbacher (Sinntal), Burkhard Kornherr, Maria Deuker (Schlüchtern), Ursula Schüssler (Bad Orb), Ursula Komma (Steinau), Günter Frenz, C |
Main-Kinzig-Kreis (al) - Zu ihrem turnusmäßigen informativen Treffen hatten sich die Touristiker im Kreis dieser Tage in Schlüchtern getroffen. Auf Anregung des Referates für Tourismus und Marketing der Kreisverwaltung und der Touristik-Information der Stadt Schlüchtern stand zunächst eine Führung durch den Park des Schlosses Ramholz auf dem Programm, der sich auch Tourismusdezernent Günter Frenz anschloss. Im übrigen gab es Informationen zur Neuauflage der Imagebroschüre des Kreises und zu gemeinsamen Aktivitäten auf den nationalen Touristik-Messen.
Wenn einzelne Bäume oder Baumgruppen vermeintlich einfach so in der Natur stehen, in der Tat aber wohlweislich und gezielt an eben dieser Stelle und in eben dieser Konfiguration von kundiger Gärtnershand gepflanzt wurden, darf der wissensdurstige Besucher sicher sein, dass er in einer Parkanlage aus der Epoche des Historismus wandelt. Derartige und zahlreiche weitere Erkenntnisse vermittelte Diethart Munzel vom Heimat- und Geschichtsverein Bergwinkel, einer Gruppe Touristikern aus dem Kreisgebiet bei einer Führung durch den Schlosspark Ramholz bei Schlüchtern, der sich auch Tourismusdezernent Günter Frenz und Burkhard Kornherr, Leiter des Referates Tourismus und Marketing beim Main-Kinzig-Kreis anschlossen. Eingeladen hatte sowohl den Park-Führer als auch die Kolleginnen und Kollegen Schlüchterns Touristik-Chefin Maria Deuker. Anlass war ein Beschluss der Touristiker aus der vergangene Versammlung, ihre Treffen künftig mit dem Besuch einer Sehenswürdigkeit im jeweiligen Kreisteil zu verbinden.
Nicht Konkurrenzdenken sondern gemeinsames Handeln propagiert Kornherr in diesem Zusammenhang und begrüßte es ausdrücklich, dass die Kreisteile untereinander Werbung betreiben, also durchaus auch auf die jeweiligen touristischen Attraktionen der Nachbarregionen hinweisen.
Insofern wird es in Hanau von nun an wohl an Informationssuchende den eindringlichen Rat geben, auf einer Reise durch den Kreis jedenfalls eine Führung durch den Schlosspark von Ramholz einzuplanen. Heidi Williams, Leiterin der Tourismus-Information Hanau, war sichtlich beeindruckt vom Park selbst, aber auch von der ebenso kenntnisreichen wie auch mit viel Witz gewürzten Führung von Diethart Munzel. (Information über Führungen gibt es unter der Telefonnummer 06661-85360).
Um aktive Beteiligung der Partnerkommunen am Marketingkonzept Deutsche Märchenstraße warb Williams anschließend beim Gespräch der Touristiker im Sitzungszimmer des Autohofs am Rande der Autobahn in Schlüchtern. Insbesondere den beiden offiziellen Brüder-Grimm-Städten Hanau und Steinau an der Straße aber auch Schlüchtern, Sinntal, Bad Soden-Salmünster und Bad Orb rief sie den unschätzbaren Werbeeffekt der Marke 'Deutsche Märchenstraße' ins Gedächtnis. Vorstandsmitglied Williams erinnerte an die zahlreichen Publikationen, in denen für die Märchenstraße geworben werden ebenso wie an die internationale Präsenz auf Ausstellungen und Messen. So verzeichne man derzeit etwa in China einen wahren Märchen- oder auch Brüder-Grimm-Boom.
Identitätsstiftend sei für die Partnerkommunen - beteiligen können sich prinzipiell alle, die der Märchenstraße von Steinau über Hanau, Kassel bis nach Bremen entlang angesiedelt sind - sicherlich, wenn eine bestimmte Märchenfigur mit dem Namen der jeweiligen Kommune verknüpft sei. Die beteiligten Touristikerinnen - in diesem Falle neben Hanau, aus Steinau, Bad Orb, Sinntal und Schlüchtern - versprachen, die Anregung in ihren Gremien zu diskutieren.
Um Gemeinsamkeit ging es auch bei der Neuauflage der sogenannten Imagebroschüre des Tourismus-Referates des Kreises. Erstmals sei das Gastgeberverzeichnis im Heft nach den Layout-Vorschlägen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes gestaltet, kündigte Burkhard Kornherr an und empfahl den Kommunen, sich dieses Layout ebenfalls zu eigen zu machen - allein wegen der Übersichtlichkeit und der Gewöhnung der Besucher. Hilfe gebe es bei Bedarf vom Tourismus-Referat, versprach er. Die Broschüre selbst werde wie gewohnt zu Anfang des kommenden Jahres erscheinen.
Welche Tourismus-Messen man im kommenden Jahr gemeinsam besuchen oder inwieweit das Tourismus-Referat die Kommunen vertreten werde, wollen die Touristiker bei ihrem nächsten Treffen, im Dezember, in Hanau, festlegen.