„Mit der Ysenburgroute ist eine für den Radler attraktive Regionalparkroute entstanden.“ Dies erklärte der Erste Kreisbeigeordnete und Tourismusdezernent Günter Frenz anlässlich der Eröffnung der neuen Radroute zwischen Langenselbld und Büdingen.
Tourismusdezernent Günter Frenz betonte, dass die Ysenburgroute, an der mit dem Schloss in Büdingen und in Langenselbold, der Burg Hardeck, den Gebäuden der Glaubensgemeinde der Herrnhuter Brüdergemeinde und der Ronneburg Burgen und Schlösser des Fürstenhauses zu Ysenburg und Büdingen liegen, aufgrund eines Radwegekonzepts des Projekts Zukunftswerkstatt entstanden ist.
Die Vorstellungen der Zukunftswerkstatt sind in der Regionalpark Ballungsraum Rhein-Main GmbH aufgegriffen worden. In dieser Dachorganisation haben sich sechs Städte und sieben Kreise, darunter auch der Main-Kinzig-Kreis mit einem jährlichen Gesellschaftsanteilanteil von 75.000 Euro zur Gestaltung eines Netzes aus landschaftlich reizvollen Wegen (Routen) und Anlagen zusammengeschlossen.
Auf der „reizvollen Ysenburgroute“ sind im Bereich der Gemeinde Ronneburg drei Attraktionspunkte entstanden.
Zum einen handelt es sich um einen etwa fünf Meter langen Tisch auf einer Landschaftsterrasse mit je zwei versetzt gegenüber stehenden Stühlen aus Cortenstahl und einer Tischplatte aus Lärchenbohlen. Das Ensemble wird von Apfelbäumen umgeben und bietet etwa 20 Personen Platz.
Attraktionspunkt Nummer zwei sind vier Liegen, die auf der so genannten „Sonnenterrasse' aufgestellt worden sind. Von dort ist ein schöner Blick auf den Spessart und den Kaninchenkopf, den Meerholzer Heiligenkopf sowie die Niedermittlauer Anhöhen Heiligenkopf und Franzosenkopf möglich.
Der dritte Attraktionspunkt besteht aus drei Meter hohen Holzstelen. Sie erinnern an die ehemalige Grenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Hessen, die zwischen den heutigen Ronneburger Ortsteilen Neuwiedermuß und Altwiedermus verlief. Die Stelen sind so platziert worden, dass sie vor allem von der Ronneburg aus sichtbar sind. Frenz: „Damit soll die Geschichte rund um die Ronneburg erzählt und auf sie aufmerksam gemacht werden.“
Damit werden zugleich auch die beiden alten Handelsstraßen zwischen Frankfurt und Leipzig, die heute als attraktive Radrouten dienen, miteinander verbunden. Auf der einen Seite ist dies die Hohe Straße und auf der anderen die alte Frankfurter Leipziger Straße, auf der heute der R3 bzw. die Regionalparkroute Kinzigtal verläuft. Der Tourismusdezernent: „Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 32.000 €, davon trägt der Regionalpark zwei Drittel.“
Laut dem Tourismusdezernenten reiht sich die Ysenburgroute ein in ein umfangreiches Regionalparkroutensystem im Main-Kinzig-Kreis. Dazu gehört als attraktive Radlerstrecke die Hohe Straße von Bergen Enkheim bis Hammersbach. Dazu zählt aber auch die Regionalparkroute Kinzigtal von Hanau bis nach Bad Soden-Salmünster. Auf der Kinzigtal-Route sind mit dem Balkon an der Kinzigmündung in Hanau, der Gestaltung des R3 und der Kinzigaue in Langenselbold, der Arena in der Salz und dem Platz der Heilquellen in Bad Soden-Salmünster bereits mehrere Attraktionen entstanden. Demnächst kommt das Rosengärtchen in Gelnhausen hinzu.
Außerdem ist der Weinbergsgrundweg in Niederdorfelden und ein Teil des Limesradweges zwischen der Hohen Straße und dem Vulkanradweg ausgebaut worden. Ein wichtiges Projekt war auch die Gestaltung der historischen Achse Schloss Philippsruhe und Kurpark Wilhelmsbad, die den Mainradweg mit der Hohen Straße verbindet.
Frenz: „Insgesamt sind damit in den letzten Jahren über 2,5 Millionen Euro aus dem Regionalpark in den Main-Kinzig-Kreis geflossen, wofür ich mich bei den Geschäftsführern Leo Fercher, und Dr. Lorenz Rautenstrauch und dem gesamten Aufsichtsrat recht herzlich bedanken möchte. Ferner dankte Frenz der Gemeinde Ronneburg für die Initiative zur Gestaltung dieser historischen Route.
Bürgermeister Heinz Habermann aus Ronneburg schloss sich dem Dank an und hob vor allem das großartige Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger in der Zukunftswerkstat hervor. Hier sei der Gedanken für diese historische Radroute geboren worden. Bürgermeister Habermann: „ Die Gemeinde Ronneburg habe gerne die Initiative zur attraktiven Gestaltung dieser Route durch den Regionalpark ergriffen.“ Schließlich sei damit neben der historischen auch eine wichtige touristische Dimension verbunden. Habermann: „Wo findet der Radler schon eine Strecke vor wie im Fallbachtal, wo er fünf ehemalige Herrensitze besuchen und sich gleichzeitig an der abwechslungsreichen Landschaft inspirieren kann.
Besonders erfreut zeigte sich der Ronneburger Bürgermeister darüber, dass durch die Verbindung der Regionalparkrouten Hohe Straße Kinzigtal dem Radler ferner die Möglichkeit eröffnet wird, mehrere Rundtoren durch das Ronneburger Hügelland und das Kinzigtal absolvieren zu können. Habermann: Wir hoffen natürlich, dass durch diese Streckenführung noch mehr Radler den Weg ins Ronneburger Hügelland und insbesondere auch nach Ronneburg finden.