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Entdeckerwelt
Geschichte & Geschichten entlang der Birkenhainer Straße
Auf Anregung des Ersten Kreisbeigeordneten Günter Frenz wollen die Bildungspartner Main-Kinzig GmbH (BiP) – besser bekannt unter der Volkshochschule - und das Kreistourismusreferat zusammen mit örtlichen Kooperationspartnern historische Straßen und Wege im Main-Kinzig-Kreis und der angrenzenden Mittelgebirgsregion Spessart stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Unter der neuen Dachmarke „Entdeckerwelt“ sollen die wirtschaftliche, kulturhistorische und touristische Bedeutung dieser Wege und Routen hervorgehoben und damit diese Wege und Routen entsprechend vermarktet werden. Es geht natürlich um die touristische Bedeutung, will heißen um die Birkenhainer Straße als Wanderweg, weil beim Wandern die informellen Lernorte, wie wir die kulturhistorischen und die touristischen Attraktionen bezeichnen, am ehesten kennen gelernt werden können. Den Auftakt dieser Aktion bildet die Präsentation der bekannten Birkenhainer Straße, die von Hanau nach Gemünden führt. Der uralte Fernverkehrs- und legendäre Handelsweg verband das ehemalige Gebiet des mittleren Rheins mit dem der mittleren Donau. Trotz der Abzweigung über Freigericht-Somborn ist die 75 Kilometer lange Birkenhainer Straße eine ausgesprochene Hochstraße, die im Spessart dem kuppenreichen Bergrücken mit einer durchschnittlichen Höhe von 400 Metern folgt. Die 75 Kilometer lange Strecke ist heute ein beliebter Fernwanderweg mit wenigen Steigungen. Sie führt unter anderem vorbei an Treffpunkten ehemals bedeutender Persönlichkeiten wie Savigny oder Brentano, um nur dies herauszuheben „Die Birkenhainer Straße bietet sich deshalb in idealer Weise an, unter der Dachmarke „Entdeckerwelt“, bei der historische Wege als informelle Lernorte dargestellt werden sollen, fokusiert zu werden. Wir, das Referat für Tourismus und Marketing, und die Bildungspartner Main Kinzig GmbH (Volkshochschule), verantwortlich für diese größte Aus-, Fort- und Weiterbildungsorganisation ist Dr. Karsten Rudolf, haben uns Partner ausgesucht, die uns bei der Präsentation dieser Wege und Routen helfen. Unser Partner ist der Heimat- und Gesichtsverein Freigericht unter seinem Vorsitzenden Horst Soldan und unter seinem 2. Vorsitzenden Dr. Willy Müller der die ersten Kontakte hergestellt hat. In einer Vorstandssitzung wurde dann das Prozedere für die Präsentation festgelegt. Dabei wird eine Person eine besondere Rolle spielen, die wir hier vorstellen möchte. Es ist Rudolf Schilling , der 1932 geborene Somborner Bürger, in seinem früheren Leben Berufschullehrer und heute Oberstudienrat i. R. Der bekannte Freigerichter Heimatforscher für Vor- und Frühgeschichte, dessen besondere Interessen archäologischen Grabungen und der Pflege der heimischen Mundart gilt, hat eine hervorragende Aufarbeitung betrieben. Er stellt mehrere „wirtschaftliche, historische und touristische Stationen“ dieser 75 Kilometer langen ehemaligen Handelsstraße vor, die heute als Attraktionen für den Wanderer dienen. Wir freuen uns natürlich, dass wir Rudolf Schilling für die Entdeckerwelt gewinnen konnten. Und danken ihm bereits im Vorfeld für seine Ausarbeitung. Im gleichen Atemzug muss ich auch seine Frau Brigitte nennen, die in unendlicher Kleinarbeit die technischen Voraussetzungen zur Präsentation geschaffen hat. Auch Ihnen, liebe Frau Schilling, recht herzlichen Dank für Ihr Engagement Gestatten sie mir zum Abschluss noch eine wichtige Anmerkung. Die Aktion „Entdeckerwelt“ ist entstanden, weil wir im Main-Kinzig-Kreis und dem angrenzenden Spessart bedeutende historische Routen haben, die wir vorzeigen können. Sie ist aber auch entstanden, weil mit den Wanderwegen gerade im Spessart häufig aber auch das Vorurteil verbunden wird, dass die Spessartwege meist nur durch Wald führen. Diesem Vorurteil wollen und können wir intensiv begegnen. Der Wanderer findet im Spessart nicht nur Wanderwege in hervorragender geografischer Lage und in qualitativ guter Beschaffenheit (nicht geteert), er findet - wie dieser Vortrag erneut unter Beweis stellt- auch einen Wanderweg mit vielen Attraktionspunkten, mit vielen Lernorten, die das Interesse des Wanderers und noch mehr das des wandernden Historikers hervorrufen wird. Auf der Grundlage der Präsentation von Rudolf Schilling wird dann im Herbst im Heimatmuseum hier nebenan und im Forum des Main-Kinzig-Kreises eine Ausstellung zur Birkenhainer Straße zu sehen sein.
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